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Lothar Bretterbauer - Darf ich mich kurz vostellen:


Persönliche Daten:

 

Geboren: 1953 in Lübben (Spreewald)
Familienstand: verheiratet
Kinder: Martin (*1979), Christoph (*1981) und Franz (*1997)
Konfession: römisch-katholisch



Ausbildung:

  1959 – 1969 Besuch der Polytechnischen Oberschule in Lübben
  1969 – 1972 Berufsausbildung Wirtschaftskaufmann mit Abitur in Finsterwalde
  1972 – 1974 1 ½ jähriger Grundwehrdienst
  1974 – 1978 Studium mit Abschluss Diplom-Ökonom in Leipzig
  1990 – 1991 Anpassungsfortbildung für die Laufbahn des höheren nichttechnischen Dienstes


Beruflicher Werdegang:

  1978 – 1983 Beschäftigung als Diplom-Ökonom im Handel in Lübbenau
  1983 – 1986 Hauptbuchhalter in der Landwirtschaft in Straupitz
  1986 – 1990 Stadtrat für Umweltschutz / Wasserwirtschaft beim Rat der Stadt Lübben
  seit 1990

Bürgermeister der Stadt Lübben (Spreewald)


Politischer Werdegang:

 

- Mitglied der DBD (1982 bis 03/1990)
- Mitglied der CDU (seit 01/1991)
- zeitweise Mitglied des CDU-Kreisvorstandes bzw. des -Ortsvorstandes Lübben (Spreewald)
- z. Z. Vorstandsmitglied im CDU-Stadtverband Lübben (Beisitzer)

 


Vereinsmitgliedschaften:

 

- Heimatverein Lübben
- Kreisverkehrswacht Dahme-Spreewald
- Kyffhäuserbund Hessen
- LIONS Club (Vorzugsmitglied)
- Männergesangsverein "Liedertafel" Lübben
- Paul-Gerhardt-Verein Lübben
- Städtepartnerschaftverein Lübben
- St. Jakobus-Gesellschaft Berlin-Brandenburg
- Verein zur Förderung des Lübbener Handballsports
 


Hobbys:

 

- Musik von Klassik bis Rock und Pop
- Bibelfilme
- Pilgerwanderungen
- Aquaristik

 


Sonstiges:

 

- Mitglied des Kirchenvorstandes der kath. Pfarrgemeinde "St. Trinitas" Lübben
- Ehrenmitglied der Schützengilde zu Lübben (seit 10.06.1995)
- Ehrennadel der Robert-Koch-Stiftung Wolsztyn (Polen) in Gold (02.05.1997)
- Eintrag ins WHO IS WHO Deutschland (seit 1998)
- Ehrenmitglied des Freiwilligen Feuerwehrvereins Lübben (seit 02.10.1998)
- Ehrenbürger der Stadt Wolsztyn (Polen) (seit 12.12.2003)
- Ehrenmitglied des Lübbener Kinderhilfsvereins für Tschernobyl (seit 07/2006)
- Ehrenplakette des Bundesvorstandes der Volkssolidarität (30.10.2010)

- Mitglied des Arbeitskreises "Kommunalpolitik" der Konrad-Adenauer-Stiftung Berlin - Autorenkollektiv bzw. Herausgeber verschiedener kommunalpolitischer Schriften


Funktionen als Bürgermeister:

 

- Mitglied des Hauptausschusses der Stadtverordnetenversammlung Lübben (Spreewald)
- Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der LWGmbH
- Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der SÜW GmbH
- Mitglied des Aufsichtsrates der SÜW GmbH
- Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der TKS Lübben (Spreewald) GmbH
- Vorstandsmitglied des Tourismusverbandes Spreewald
- stellv. Vorsitzender der Verbandsversammlung des Zweckverbandes
  Gewässerrandstreifenprojekt Spreewald
- Mitglied der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Spreewald
- Mitglied der Regionalversammlung der Regionalen Planungsgemeinschaft Lausitz-Spreewald
- Mitglied des Forums Tourismus / Neue Landschaften der Energieregion Lausitz

 

 

LAUSITZER RUNDSCHAU vom 23.10.2007, Titelseite:

IN EIGENER SACHE
Auf ein Wort , Herr Bürgermeister (von Christian Taubert)

In Lübben ist Paul Gerhardt in diesem Jahr immer wieder leibhaftig in Erscheinung getreten. Für die Spreewaldstädter, deren Kirche auf dem Marktplatz den Namen des bedeutenden deutschen Kirchenlied-Dichters trägt, war das im Paul-Gerhardt-Jahr aber nichts Außergewöhnliches. Denn die meisten von ihnen wissen, wer sich hinter der Maskerade verbirgt und bibelfest auftritt: ihr Bürgermeister Lothar Bretterbauer. Für den CDU-Politiker, der seit 1990 die Geschicke am Eingangstor zum Unter- und Oberspreewald leitet, ist auch das Bürgernähe. Dafür genießt er unter der Bürgerschaft ein hohes Ansehen. Außerdem wissen viele, das es auch zu Bretterbauers Verdiensten gehört, dass die Stadtplanung am Kreissitz von Dahme-Spreewald nach der Wende 1989 zwar etwas langsamer, aber dafür überlegter vonstatten ging. Heute genießen die Einheimischen und Gäste das Schmuckstück Schlossinsel und die umgestaltete Innenstadt. Lübben hat sich vor anderthalb Jahrzehnten gegen Großmärkte an der Peripherie gewehrt und erntet dafür heute eine intakte innerstädtische Versorgungs- und Handelsstruktur.
Solche Erfolge prägen das Bild eines Bürgermeisters und jeder glaubt, ihn dadurch zu kennen. Aber wissen die Lübbener tatsächlich, was ihr Stadtoberhaupt für ein Mensch ist? Wissen sie, dass Lothar Bretterbauer Bibelfilme sammelt, oder dass er vom Marsch auf dem Jakobsweg träumt? Die RUNDSCHAU verrät diese kleinen Geheimnisse in einer neuen Serie, die Oberhäupter von Städten und Gemeinden einmal ganz anders nahe bringen soll. Heute startet: "Auf ein Wort - Bürgermeister in der Lausitz".


LAUSITZER RUNDSCHAU vom 23.10.2007, Brandenburg-Seite:

"Ich träume vom Jakobsweg"
Lothar Bretterbauer (CDU) ist seit 17 Jahren Bürgermeister der Kreisstadt Lübben

Wer Bürgermeister einer Stadt oder Gemeinde ist, der hat was zu sagen und den kennen die Bürger der Kommune. Immerhin lesen und hören sie von ihren gewählten Oberhäuptern, bekommen mit, wie Entscheidungen zu diesem oder jenem Problem in der Stadt oder Gemeinde fallen. Aber kennen die Bürger den Herrn oder die Frau Bürgermeister wirklich? Die RUNDSCHAU fragt nach und bittet zum Stichwort-Interview: Heute: Lothar Bretterbauer. 

Lübben:  Unsere Stadt im Dahme-Spreewald-Kreis hat etwa 14 500 Einwohner. In den letzten zehn Jahren ist diese Zahl annähernd konstant geblieben. Abwanderungen wurden durch Zuzüge und Eingemeindungen kompensiert. Eine Besonderheit: Wir haben uns nach der Wende gewehrt, große Einkaufsmärkte an der Stadtgrenze anzusiedeln. Das zahlt sich heute in der Stadtmitte um den Markt herum aus. Lübben lebt vom Tourismus und dem Gesundheits- und Sozialwesen, die allein rund 1000 Menschen Arbeit geben.

Probleme:  Thema Nummer eins ist der Verkehr. Wer den Spreewald nicht großräumig umfahren will, muss durch die Stadt. Das beeinflusst die Qualität des Erholungsortes erheblich. Ich würde es daher gern sehen, wenn der Bund finanzielle Mittel für eine Ortsumfahrung bündeln würde. Derzeit jedoch wird am Ausbau der B 87 durch die Stadt gearbeitet. Das ist für uns natürlich auch wichtig, aber noch wichtiger wäre die Umgehungsstraße.

Heimat:  Das ist für mich meine Heimatstadt Lübben. Hier lebte ich bis auf die Zeit der Lehre und des Studiums mein ganzes Leben lang.

Lausitz:  Sie ist für mich bis vor kurzem weiter weg gewesen als der Spreewald. Näher kam sie mir erst durch die Zusammenarbeit mit der IBA, der Internationalen Bauaustellung Fürst-Pückler-Land. Seither ist Lausitz für mich mehr als Kohle und weite Flächen. Sie verbindet sich jetzt für mich mit neuen Landschaften.

Freizeit:  Die habe ich zu wenig, um etwas intensiv betreiben zu könne. Ich arbeite viel am Computer und das Radfahren mit meiner Familie, was ich gern tue, kommt leider viel zu selten vor.

Hobby:  Ich bin Aquarianer, kann mir die Pflege unseres 80-Liter-Beckens aber inzwischen mit meinem jüngsten Sohn teilen, was angesichts meiner knappen Freizeit sehr schön ist. Dann spiele ich Akkordeon für den Hausgebrauch, aber ab und an schon mal für Senoiren. Und nicht zuletzt sammle ich Bibelfilme.

Freunde:  Ich wünschte mir mehr Freunde, die mich Freund nennen, weil ich Lothar Bretterbauer bin und weniger Freunde, die mich so nennen, weil ich Bürgermeister Bretterbauer bin.

Essen:  Ich bin Sternbild Stier. Da geht Liebe durch den Magen. Mit anderen Worten: Ich esse gern. Meine Favoriten sind Nudelgerichte, Wild und Knödel. Letztere Vorliebe mag an der Herkunft meiner Eltern liegen. die als dem Böhmerwald bzw. aus dem Sudetenland stammten.

Kochen:  Vor der Wende habe ich hin und wieder auch für andere gekocht und von denen hat sich nie jemand beschwert, dass es ihnen nicht geschmeckt hat. Nach der Wende wurde das Kochen so selten, dass meine Frau sagen würde: Der hat noch nie gekocht.

Urlaub:  Vor der Wende war ich mit der Familie nur auf Usedom, im Harz und im Erzgebirge. Seit 1990 haben wir Europa in alle Richtungen erobert, eingeschlossen darin auch Reiseziele in Deutschland. Für mich ist in den Ferien entscheidend, Natur in Ruhe erleben zu können.

Kohle:  Sie verkörpert für mich die Energie, die noch da ist und die wir brauchen. Kohle ist für mich aber auch verbunden mit Naturzerstörung. Die Alternativen sind viel gewünscht, aber nicht immer schön - wenn ich an die Spargel (Windräder/ d. Red.) im Spreewald denke.

Klima:  Dazu habe ich seit kurzer Zeit einen ganz besonderen Draht. Wir arbeiten gegenwärtig mit dem Potsdamer Institut für Klimaforschung am Projekt "Wasserreich Spree".  Die Wissenschaftler haben uns dabei dargestellt, wie das Fließsystem Elbe-Spree in den nächsten Jahrzehnten durch klimatische Bedingungen beeinflusst wird. Für mich ist dabei deutlich wie nie zuvor geworden, dass Klima und der Fortbestand des Spreewaldes eng verbunden sind. Mit dem "Wasserreich Spree" wollen wir den Menschen klar machen, wie wir zukünftig mit der Natur umgehen sollten. 

Kinder:  Mir tut es leid und weh, dass mir der Job viel zu wenig Zeit für meine beiden Großen gelassen hat und sie heute sagen könnten: Na ja, so ´nen richtigen Vater hatten wir nicht. Beim jüngsten Sohn muss ich diese Defitite noch konsequenter ausgleichen.

Gott:  Ich bin im strengen katholischen Glauben erzogen worden. Gott spielt in meinem Leben also eine wichtige Rolle. Ich habe jedoch gelernt, zwischen Kirche und Gott zu trennen und erlebe Gott nun auch vielmehr in der Natur und nicht nur in der Kirche. Und ich habe gelernt, dass Gott immer wieder neu zu erleben ist.

Globalisierung:  Ich sehe sie als Prozess, dem wir uns im Großen wie im Kleinen stellen müssen. Das mag widersprüchlich klingen. Aber ich sehe an Debatten um Strukturen von Gemeinden, wie mancher an seinem Kirchturm festhält - und eigentlich damit das Falsche tut. Grenzen zu überwinden ist auch hier notwendig, um die Probleme der Zeit zu meistern.

Schicksal:  Wenn es manchmal nicht so läuft, wie ich es mir vorstelle, dann rufe ich mir einen Spruch in Erinnerung: "Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden." Meistens hift mir das.

Kultur:  Sie ist für mich viel mehr als der Begriff in der Verwaltung, wo sie als "nichtpflichtige Aufgabe" bezeichnet wird. Die Versorgung der Bevölkerung mit Wasser, die Entsorgung von Abwässern, der Bau und die Unterhaltung von Gehwegen und Straßen usw.  sind natürlich wichtig für die Bürger. Aber den Charakter einer Stadt macht auch Kultur aus. Sie trägt dazu bei, dass es in einer Kommune lebenswert ist.

DDR:  Da denke ich immer an die Tage vor dem 9. November 1989.  Ich sitze jeden Abend in einem noch unfertigen Raum unseres im Umbau befindlichen Hauses an einem ungestimmten Klavier und singe immer wieder das Neuzeller Wallfahrtslied "Maria Mutter Freidenshort, wir kommen in bedrängten Tagen". Die Wendezeit hat mich so bewegt, dass ich nur sagen kann: Ich bin froh, dass es die DDR nicht mehr gibt.

Zukunft:  Für die Zukunft von Lübben schaue ich in das Jahr 2013 und wünsche mir, das diese Stadt im vierten Anlauf eine Landesgartenschau ausrichten darf. Zu diesem Zeitpunkt dürfte unsere Innenstadtsanierung mit der Erweiterung der Schlossinsel abgeschlossen sein - Besucher werden staunen und sich bei uns wohl fühlen. Übrigens: Wenn es für eine Gemeinde oder Stadt immer schwieriger werden sollte, eine Laga auszurichten, warum darf es dann nicht eine Region sein - etwa der Spreewald.

Träume:  Persönlich träume ich davon, einmal 800 Kilometer zu Fuß auf dem Jakobsweg bis ins spanische Santiago de Compostela zu pilgern. Da braucht man gute 40 Tage, dafür reicht mein Urlaub nicht. Deshalb denke ich an Jakobswege in Deutschland. Etwa von Berlin nach Wisnack oder von Görlitz nach Erfurt. Nach 17 Jahren Bürgermeister sehe ich es als eine Form an, sich neu zu orientieren, Horizonte zu erweitern und sich selbst neu zu finden. 

AUFGESCHRIEBEN
von Christian Taubert